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Gewinnerin des Timid Tiger Backstage Blogger Contests 2010, Simonster
Kennt ihr dass, wenns im Sommer so heiss in eurem Zimmer ist, dass ihr kaum schlafen könnt? Wenn man sich nicht entscheiden kann, ob man die Decke jetzt wegstrampeln oder auf sich liegen lassen soll, weils ohne Decke ja nur halb so kuschelig ist.
Wenn man drei Mal so viel Platz wie sonst in seinem Bett braucht, weil man alle Gliedmassen derart weit von sich strecken muss, damit sie sich nicht berühren. Wenn man schwitzt, obwohl man eigentlich nur rumliegt.
Wenn ihr das alles kennt, habt ihr schon mal Sommer erlebt. Falls nicht seid ihr entweder Kellerkinder, Polkappenbewohner oder im Besitz einer ziemlich geilen Klimaanlage.
Doch nicht nur die Hitze raubt einem im Sommer den Schlaf. Auch Festivals, Konzerte, Grill- und Geburtstagsfeste, nächtliche Schwimmbadbesuche, Biergartenausuferungen, Marder auf der Balztour und Freunde in anderen Zeitzonen.
Gestern war ich dann nach einem Monat voller unausgeschlafener Nächte etwas am Ende. Dass das meinem Leben allerdings herrlichst wurscht ist war ja klar und so musste ich gestern mit dem Zug zusätzlich zu meinem täglichen Arbeitsweg von einer Stunde noch drei zusätzliche mit dem Zug durch die Gegend tuckern um einen Termin wahrzunehmen. Inklusive Ausstieg am falschen Bahnhof, was einen halbstündigen Fussmarsch nach sich zog, den ich in circa 10 Minuten zurück gelegt habe versteht sich.
„Dann hättest du ja im Zug schlafen können, du blöde Nuss“ mag der ein oder andere jetzt völlig zu Recht denken. Das hätte ich ja auch wahnsinnig gerne, aber erstens musste ich circa 12-mal umsteigen und zweitens kann ich nur dann im Zug schlafen, wenn ich an dem Bahnhof wo ich dann aussteigen muss schon mal war. Das ist irgend sowas psychisches halt.
Als ich dann gegen 12 endlich zu Hause war, mich ins Bett gelegt habe und dem prasselnden Regen draussen zugehört habe, wollte mein Hirn dann aber irgendwie nicht abstellen. Alle Versuche Schafe zu zählen, auf den eigenen Atem zu hören oder Faust bis zum Einschlafen zu lesen schlugen fehl. Mein Hirn war trotz offensichtlicher Überschreitung der Leistungsgrenze meines Körpers nicht gewillt ihm den wohlverdienten Schlaf zu gönnen.
Langsam wurde die Zeit knapp überhaupt noch Schlaf aufzuholen und so entschied ich mich für das einzige Mittel, was mich neben einer Flasche Schnaps noch in den Schlaf wiegen kann.
Ich stand auf und schleppte mich in die Küche und holte mir den kleinen Radio um mir dann auf dem Weg zurück durchs Wohnzimmer noch die paar CDs zu krallen, die zuoberst auf einem der 3 CD-Stapel lagerten.
Das einzig einigermassen akzeptable war Nick Cave and the Badseeds – Papa won’t leave you Henry.
Nach zwei Dritteln CD gab ich es auf und schlurfte nochmal ins Wohnzimmer um mir diesmal mit Licht die richtige Einschlaf-CD rauszusuchen.
Archive – Controlling Crowds IV, das wars. Die würde mich endlich schlafen lassen.
Als ich die Hülle aufmachte sprang mir allerdings die CD von Jack Beauregard entgegen. Ich tu sonst niemals nicht 2 CDs in eine Hülle. Never! Aber first come, first served.
Was soll ich sagen, heute fühle ich mich so ausgeschlafen, als hätte ich ein Wochenende lang durchgepennt. Nach bereits 2 Liedern von Jack Beauregard war ich schon weggeratzt und weilte im Land der Träume.
Das soll jetzt allerdings nicht heissen, dass die Musik von den schnieken zwei Herren zum Einschlafen ist – im Gegenteil! Ich schlafe wunderbar zu Metal, Hip-Hop, Electro, Ska und Indie, solange die Qualität stimmt. Bei schlechter Musik krieg ich nämlich Anfälle und Krämpfe und damit schläft sich bekanntlich nicht wirklich gut.
Wenn ich also sage „Bei Jack Beauregard schlaf ich ein“, dann ist das in etwa das grösste Kompliment was ich einer Band machen kann.
Danke Timid Tiger fürs Bekanntmachen mit dieser Band– ich hatte den Schlaf bitter nötig.

Unsere kleine Bébikatze raubt mir übrigens auch den Schlaf – wenn sie nicht gerade in meinen Fuss beisst, kratzt sie an der Tür und miaut.
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Gewinnerin des Timid Tiger Backstage Blogger Contests 2010, Simonster
Ich hatte vorhin grad voll die gute Idee.
Dann ist mir allerdings aufgefallen, dass die Idee wohl doch nicht so gut ist. Denn leider ist sie momentan in unseren Gefilden einfach nicht umsetzbar. Und jetzt fällt mir soeben ein, dass sie in meiner Umgebung doch gar nicht so unumsetzbar ist. Ich müsste mir nur die Mühe machen, auf irgendeinen Berg zu krakseln. Das Matterhorn oder so.
Ich würde nämlich gerne Timid Tiger aus Schnee basteln. Schneemänner sozusagen. Aber es ist ja irgendwie recht sommerlich grad und für den Schnee aus Zürich hab ich im Moment zu wenig Geld. Schade drum.
Sollte ich allerdings in nächster Zeit mal einen Ausflug in die Berge unternehmen, werd ich das bestimmt nachholen.
Ich könnte natürlich auch alle Eisfächer von irgend so einem Mehrfamilienhaus ausschaben und das Ganze dann in das Kühlhaus einer Schlachterei verfrachten um dort meine Schneefiguren zu basteln.
Ach. Ich bin zu faul für das Ganze. Stellt euch die Schneetiger einfach vor.
Kack Sommer, da kann man halt echt nix unternehmen.
Ich kann auch ohn Apple kreativ sein. Ihr auch?
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